Im September 1967 wurde die erste Serien-Limousine mit Wankelmotor auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Es war der NSU Ro 80.
Er erregt Aufsehen durch die moderne Technik und die zeitlose Eleganz der heute aktuellen keilförmigen Karosserie. Als eine der schönsten Limousinen der Nachkriegszeit wurde der Ro 80 zum "Auto des Jahres 1967" gewählt. Im Oktober 1967 ging er in die Serie.
Wer beim Ro 80 unter die Haube blickt und den Motor sucht, sieht zuerst einmal nur einen großen Luftfilter und eine Batterie, darunter entdeckt er dann das kompakte Antriebs-Aggregat, den wassergekühlten Zweischeiben-Viertakt-Kreiskolbenmotor mit dahinterliegendem Getriebeblock.
Der Motor ist drehfreudig, läuft vibrationsarm und surrt wie eine Turbine. Die Leistung wurde mit 115 PS (bei einer Drehzahl von 5500/min.) angegeben. Ein halbautomatisches Dreigang-Getriebe mit Mittelschalthebel bringt den über die Vorderräder angetriebenen Wagen von 0 bis 100 km/h in nur 12,5 s und auf eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h.
Claus Luthes Karosserie, ein Windkanalmeisterstück mit brillantem cw-Wert (0,35), war selbsttragend konstruiert. Gut geformte Sitze und ein langer Radstand machen das Fahren bequem.
Die große Fensterfläche und ausreichende Rundumsicht ergänzen die Freude am Fahren. Das Dreispeichenlenkrad mit Pralltopf ist durch die leichtgängige Servolenkung sehr gut bedienbar.